Der Hoffnung entgegen

von | 13. Dezember 2019 | befreit leben |

Wir brauchen Hoffnung, Hoffnung ist unser Lebenselixier.

Wie geht es einem Mensch ohne Hoffnung?
Er hat aufgegeben, er gibt sich den Umständen hin, ist entmutigt und passiv, vermeidet Verantwortung.

Hoffnung hilft uns zu handeln, gibt uns Tatkraft, Ideen und Mut. Wir brauchen Hoffnung so nötig.

Manchmal schlägt das Leben über mir zusammen, wie Wellen im Meer. Ich ertrinke beinahe, kämpfe nur noch ums Überleben und darum, den Kopf irgendwie über Wasser zu halten. Darum, Luft zu bekommen, atmen zu können. Ich sehe nichts mehr außer meiner Schwäche, den Horizont, die Weite, die Sonne nehme ich gar nicht mehr wahr. Die Welt sieht dann bedrohlich für mich aus, alles ist schwer, alles stört und nervt. Scham hält mich klein.

Eine Freundin sagte mir:

„Auch wenn du denkst, du hast keinen Spielraum, du hast immer die Wahl zwischen Hoffnung und Verzweiflung.“

Hoffnung ist unnatürlich, meine natürliche Reaktion ist oft Entmutigung.

Wo brauchst du heute Hoffnung? Es fängt mit deiner kleinen Entscheidung für Hoffnung an.

Wir haben einen Gott der Hoffnung. Gott der Hoffnung heißt nicht, dass er meine Situation und Gefühle abtut, dass er sagt: „Ach ist doch nicht so schlimm, stell dich nicht so an. Das wird schon wieder“. Oder: „Du bist selbst schuld, du hast dir das selber eingebrockt“. Oder: „Sieh zu, wie du das jetzt selbst wieder hinkriegst.“

Hoffnung ist real, weil unser Gott gute Gedanken und Pläne hat. Er gebraucht alles für uns zum Besten. Er sieht schon das Licht am Ende des Tunnels, während ich nur die Felsbrocken und dunklen Wände erkennen kann.

Und er freut sich über die  Gemeinschaft mit mir, während er meinen Weg durch die Hoffnungslosigkeit mit mir gemeinsam geht. Während er an meiner Seite ist, führt er mich auf diesem Weg hin zu neuem Leben.

Er möchte auch dir neue Hoffnung schenken.
Du brauchst nicht mehr strampeln, um irgendwie selbst den Kopf über Wasser zu halten oder verirrt durch deinen Tunnel stolpern. Bleib stehen, lass los, lass dich in seine Arme fallen.

Jesus hält dich,
er trägt dich,
er nimmt dich an der Hand,
er führt dich  Schritt für Schritt, durch das Tal, durch die Dunkelheit ins Licht.
Und wenn die Dunkelheit schreit wie ein großes wildes Tier?
Bleib an seiner Hand, er ist größer.
Lass dir von ihm ins Ohr flüstern. Seine Worte sind Wahrheit und Hoffnung.

Ich weiß, Angst und Sorgen, Verzweiflung und Entmutigung sind trotzdem da. Sie fühlen sich so real für dich an. Ich lade dich ein, diese Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und sie dann gemeinsam mit Jesus anzuschauen und weiterziehen zu lassen, während du dich von ihm an der Hand halten lässt.

Du kannst gerne mitbeten, und nach jedem Satz innehalten und schauen, ob du Jesus wahrnehmen kannst. Was er tut? Was er sagt?

Jesus, du siehst, wo gerade die Wogen über mir zusammenschlagen und ich zu ertrinken drohe. Ich bin so hilflos, verzweifelt und entmutigt. Ich lade dich in diesen Sturm in mir ein.

Danke, dass du mich an der Hand hältst und dass ich diesen Weg nicht alleine gehe. Ich bin sicher an deiner Hand. Ich brauche jetzt von dir Hoffnung und Freude. Bitte führe mich in Freiheit und Fülle, wie du es mir zugesagt hast.

Amen

Und dann sag ihm gerne, was du noch von ihm brauchst und schau oder höre, wie er reagiert.

Es lohnt sich, das Gehörte und Erfahrene aufzuschreiben, dass du dich erinnern kannst.

Ich segne dich heute mit Hoffnung.
Das spreche ich über dir aus.
Möchtest du es auch zu deinem Gebet machen?

Der Gott der Hoffnung erfülle dich mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass du überströmst in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!

(nach Römer 15,13)

So gehen wir der Hoffnung entgegen, und nicht nur hinterher.


Wie Evelyn inmitten eine Ehekrise an der Hoffnung festhält, kannst du in ihrem Artikel nachlesen:

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