Von Christel.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du deine turbulente Alltagsroutine verlässt und du dich entspannen darfst? Dir schwirrt der Kopf, es fällt dir schwer loszulassen und du spürst, wie müde du bist? Gleichzeitig fällt ein starker Druck von dir ab und du hast endlich mal wieder Zeit für dich? Aufatmen.

So fühle ich mich gerade. Ich freue mich unglaublich, dass meine Kinder Ferien haben, unser Zeitplan sich entspannt und auch die „Mama, ich brauch deine Hilfe“- Rufe nachlassen. Langsam regt sich wieder Kreativität in mir. Ich habe wieder Lust zu schreiben und aktiv etwas zu machen. Heute Morgen habe ich überrascht festgestellt, dass ich sogar in der Küche beim Kochen Lieder summe. Ich würde diese „Aufatmen“- Momente gern festhalten und fürchte, dass ich bald schon wieder in die alltäglichen To-Do‘s einsteigen werde. Wenn ich daran denke, bekommt meine fröhliche Stimmung gleich wieder einen Dämpfer. Gedankenversunken schaue ich aus dem Fenster.

Es hat geregnet. Auch mein Garten atmet auf. Viel zu lange haben die Wolken auf sich warten lassen. Die Bäume und Büsche schaukeln im Wind hin und her und schütteln Tropfen von ihren Blättern. Dann bleibt mein Blick an meinen Pfingstrosen hängen. Die Blüten sind nicht gemacht für kräftige Regengüsse. Schwer vom üppigen Regen liegen sie nun ganz platt auf dem Boden. Kraftlos und matt. Auch der Wind schafft es nicht, die Blütenstängel wieder aufzurichten.

Kurzentschlossen hole ich eine Schere. Ich schneide die am Boden liegenden, geknickten Stängel ab und nehme sie mit ins Haus. Vorsichtig schüttele ich die schweren Regentropfen aus den Blüten. Jetzt stehen sie in einer Vase, aufrecht, in voller Schönheit und mit einem einzigartigen Duft. Ich freue mich so darüber.

Ich fühle mich manchmal auch matt und kraftlos. Wie meine Pfingstrosen im Regen. Wenn das Leben zu laut, zu turbulent, zu unruhig und zu stressig ist, liege ich innerlich schnell am Boden. Jesus erinnert mich daran, wie er sich um mich kümmert. Er spricht leise zu meinem Herzen.

„Ich renne zu dir und richte dich auf. Du darfst bei mir zuhause sein! Ich nehme dir die Last von deinen Schultern und gebe dir Raum, um dich zu entfalten.“

Und dann fällt mir eine Bibelstelle ein.:

„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.“

Matthäus 11,28

Dieses leise Flüstern zu meinem Herzen tut mir unglaublich gut. Ich fühle mich gleich besser und atme auf. Jesus hilft mir im Hier und Jetzt zu bleiben und nicht mit meinen Gedanken schon wieder vorauszueilen zu meiner To-Do Liste. Ich bin dankbar für diese kleine Pause. Ich spüre Gottes Gegenwart. Wir sind zusammen, nicht nur in den Ferien, auch in meinem turbulenten Alltag. Das ist alles was zählt.

Brauchst du auch eine Pause, um in Gottes Gegenwart aufzuatmen? Ich lade dich ein, jetzt, mitten im Alltag innezuhalten. Bitte Gott, dich zur Ruhe zu bringen und dir zu zeigen, wie er sich um dich kümmert. Halte danach die Augen offen und lass dich überraschen! Gott ist sehr kreativ mit seinen Antworten.

„Gott, ich brauche eine Pause. Zeige mir bitte, wie du dich um mich kümmerst! Bitte begegne du mir so, dass ich es verstehen kann. Sprich du heute zu meinem Herzen!“

Amen.

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