Rahel

von Rahel

Kürzlich verbrachte ich einen schönen Abend mit einer Freundin. Wir hatten uns schon so lange nicht mehr persönlich gesprochen, obwohl wir in derselben Stadt leben. Beschwingt lief ich zur U-Bahn. Während die Bahn aus dem Tal der Innenstadt die Höhen des Randes erklomm, genoss ich einen Blick auf die Stadt. Die Häuser an die Hänge gekuschelt, irgendwie gemütlich und im Abendlicht geradezu romantisch.

Auf dem Weg spürte ich die Sehnsucht, ein paar U-Bahn Stationen früher auszusteigen und über die Felder die letzten Kilometer nach Hause zu laufen: Ein Abendspaziergang mit Gott durch die Gärten der Stadt. 

Wie war das wohl in Eden, als Adam und Eva in der Kühle des Abends mit Gott spazieren gingen? Vielleicht sind sie einfach durch den Garten gelaufen? Haben sie schweigend die Gemeinschaft genossen? Oder sich erzählt, wie dieser Tag für sie war? 

Die Zahlen, Daten und Fakten eines Tages sind das eine, aber unser ganz persönlicher, gedanklicher und emotionaler Tagesverlauf steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt oder eher in einem Roman: 

Dass ich erfüllt vor, vom Austausch mit meiner Freundin. Meine Freude über ihre vorsichtig begeisterte Ahnung, in Ihrem Traum bald einen großen Schritt vorwärts zu gehen. Ihr Träumen von neuen Möglichkeiten. Unser Genervtsein, weil ihr Sohn alle paar Minuten unterbrach. 

Ich vermute, Adam und Eva haben sich mit Gott darüber ausgetauscht, wie sie persönlich ihren Tag erlebt haben. Eva erzählte von ihren Gefühlen, Adam von seinen Gedanken, zusammen haben sie ihre Sehnsüchte geteilt. Und Gott mit ihnen. Er interessiert sich für unsere Sicht von dem, was wir erleben und lädt uns ein, sie mit ihm zu teilen. Er freut sich uns darin zu begegnen, jenseits der Fakten, ganz persönlich. Und dabei braucht es nicht zu bleiben. Auch er möchte sein Herz zu offenbaren. Kommunikation auf der Ebene echter Begegnung und gegenseitiger Annahme.

Genauso war ich an diesem Abend voll Sehnsucht der Einladung gefolgt, Zeit mit ihm zu verbringen und mich mit ihm auszutauschen.

Er lud mich dieses Mal ein, Schönheit zu entdecken: Bereits nach kurzer Zeit lief ich an einem wogenden Kornfeld vorbei. Die Ähren waren so hochgewachsen, dass ich sie nicht überblicken konnte. Mein staunender Blick über die Höhe wurde auf die einzelnen Ähren gelenkt, besonders auf die Marienkäfer, die darauf saßen. Ganz offensichtlich und doch so versteckt, fröhliche Farbtupfer im hellen Meer der Ähren.

Marienkäfer im Feld

Ja, Gott hat ein Herz für Schönheit und Details. Er kennt mein Herz und weiß, was mich berührt. Die Käfer waren liebevoll für mich betupft und so platziert, dass ich sie wahrnehmen konnte – nur für mich, wie schön.

Alles Handmade und liebevoll vorbereitet. Dann das sanfte Werben: schau mal hin.

Jesus lädt dich heute zu einer Herzenszeit ein. Begegnung von deinem Herz zu seinem Herz.

Welche Gedanken und Gefühle möchtest du mit ihm teilen, ihn einladen Anteil zu nehmen? Ihm erzählen, wie es dir heute geht jenseits der Daten und Fakten? Oder ihn fragen, was gerade für dich auf seinem Herzen ist? 

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