Es gibt sie immer wieder, die Wüstenzeiten. Auf heißem Sand laufen und nicht wissen oder sehen, wo sich die nächste Oase mit frischem Wasser befindet. Alles ist trocken, mich zu bewegen oder überhaupt weiterzugehen ist anstrengend. 

Ich befinde mich gerade in einer solchen „Phase“ und kann nichts sehen außer Wüstensand und spüre brennende Sonnenstrahlen. Ich schließe meine Augen, sie schmerzen. Alles ist jetzt dunkel.
Ich habe Durst, bin erschöpft und wünsche mir, dass dies alles nicht real ist.
Doch dann kommt erneut ein Sturm, Sand wirbelt um mich herum…

Ja, ich hätte gerne, dass ich mich gar nicht dort befinde, in dieser Wüste.
Und doch ist es so.
Ich setze mich hin und ruhe mich aus. 
Ich denke nach, wie vergangene Wüstenzeiten waren.

Trockenheit und Wüstenstürme haben mich stärker und gelassener werden lassen. Ich kenne doch diesen Sand schon und auch, dass ich nichts sehen kann. 

Ich erinnere mich: Es gibt doch diesen Ort der Oase, frisches, heilendes Wasser und den himmlischen Vater, der mir sagt, wer ich bin. Diese äußeren, wüstenartigen Umstände haben dazu beigetragen, dass ich vergessen habe, wer ich bin.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis, bei dem mir Gott in einer ganzen Geschichte, wie in einem Film, begegnet ist und mir gezeigt hat, wie Er mich sieht:

Wie eine Kriegerin gekleidet, geliebt und wertgeschätzt. Er hat Zeit mit mir verbracht auf einem hohen Berg.

So gehe ich innerlich an diesen „geheimen“ Ort, wo mein Papa noch immer auf mich wartet.

Weil der Schöpfer des Himmels und der Erde gesprochen hat, leben wir. Sobald ich mich darauf fokussiere und mich daran erinnere, wer mich geschaffen hat und wie dieser Gott über mich denkt, verändert sich alles.

Ich bin immer noch umgeben von Sand und Trockenheit, aber durch die vertraute Begegnung mit meinem Schöpfer, werde ich zutiefst in meiner Identität ermutigt und gestärkt.

Ich befinde mich immer noch in dieser Wüste.
Jetzt aber lasse ich die Umstände, den Sturm, den Sand… für mich arbeiten.
Denn sie entfachen meine Sehnsucht nach der Begegnung mit meinem himmlischen Papa. Sie ist jetzt so groß, dass ich eilig und immer wieder zu unserem geheimen Ort gehe:

Mein Vater wartet schon. 🙂


Zum Weiterlesen:
In diesem Artikel erzählt Evelyn wie sie inmitten der Wüstenzeit einer Ehekrise an der Hoffnung festhält:

In diesem Artikel lädt dich Rahel ein, an der Hoffnung festzuhalten:

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