von Susanne

Ich singe ein paar Verse aus der Bibel und gleite über die Tasten des E-Pianos.

„Siehe, meine Freundin, du bist schön! Siehe, schön bist du!“

Hohelied 4, 1

Noch etwas zögerlich spreche ich laut aus und singe zu meiner Seele, was Jesus über mich denkt. Es ist seine Sicht über mich und auch die anderen Beter, die sich während dieser Lobpreiszeit im Raum befinden. So steht es in der Bibel. Doch bevor ich überhaupt in der Lage bin, aus Jesu Sicht zu singen, wie schön er mich findet, muß ich erst einmal anfangen, IHN anzusehen. Er ist mein Gott, mein König, mein Freund, der es wert ist, angebetet zu werden. Es geht um Ihn. 

Mit Liedern oder Texten, vor allem aus der Bibel, kann ich mich innerlich fokussieren. Ich singe mehrmals hintereinander: „Alles nur für dich, Jesus. Wegen dir sind wir hier. Du bist schön…“ So richte ich mein Inneres, mein Herz und meinen Verstand auf Jesus. 
Es folgen Augenblicke, in denen ich erkenne und spüre, mit welch einer unglaublich großen Liebe und Gnade Jesus mich gerade ansieht.

Wenn ich Jesus anschaue, Ihn suche und Ihm begegne, entdecke ich seine Schönheit und bin oftmals zutiefst überwältigt. 

Dann erst kann ich wahrnehmen, wie ER mich sieht und über mich denkt.

Ich singe weiter „Siehe meine Freundin, du bist schön!“ Immer wieder wiederhole ich es. Alles, was ich ausspreche oder ansehe, beeinflußt meine Seele. So singe ich meiner Seele zu, daß Jesus mich schön findet.

Vergessene Schönheit

 Wie oft vergesse ich das Gute und Wahre, das ich selbst erlebt habe oder das mir zugesprochen wurde. Ich vergesse es, weil Anderes wichtiger scheint und sich in den Vordergrund drängt. Ich habe dann einen anderen Fokus. Die negativen Erfahrungen speichere ich schnell und irgendwie „tiefer“ ab als die schönen Erlebnisse oder Worte.

Aber da ist dieser Jesus, der seine Braut leidenschaftlich liebt und sie heiraten will. Die Braut, das sind du und ich, der gesamte „Leib Christi“. Das Hohelied ist eine Liebeserklärung Gottes an uns.

Leider vergesse ich diese Wahrheit über meine Schönheit immer wieder.
Wie ist das bei Dir?

Verborgene Schönheit

Bei mir und auch bei anderen Frauen fällt mir auf, dass so viel Schönheit vorhanden ist, wenn auch oft verborgen. 

Was ist Schönheit überhaupt? Versuche mal, die Frage zu beantworten. Mache dich auf die Reise zu Schönheit! Aber vergiss dich selbst dabei nicht! 

Als Gott die Erde erschaffen hat, als der Schöpfer dich und mich gewollt und erdacht hat, hat er keinen Fehler gemacht! Er hat dich und mich als Sein Ebenbild geschaffen. 
In der Schöpfungsgeschichte steht immer wieder, nachdem Gott etwas kreiert hat: “Und siehe, es war sehr gut!“
Was denkt dieser Gott der Wunder und des Universums wohl über dich und mich?

Schönheit zu verbergen hat viele Ursachen. Angefangen bei Adam und Eva, die sich nach dem Sündenfall versteckten, als Gott sie rief: „Adam, wo bist du?“
Schuld, Scham, Angst, tiefe Wunden, die uns zugefügt wurden, tragen dazu bei, dass wir unsere Schönheit verstecken.

„Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Stehe auf meine Freundin, meine Schöne und komm her! Denn siehe, der Winter ist vergangen…“

Hohelied 2, 10 – 11

„Meine Taube in den Felsklüften, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denn deine Stimme ist süß, und deine Gestalt ist lieblich.“

Hohelied 2, 14

Jesus sagt das zu mir!

Er lockt mich aus meinem Versteck!

Er will mich sehen, wie ich bin, will mich hören und nennt mich lieblich und schön!

Vergessene und verborgene Schönheit wieder entdecken

Auch wenn unsere Schönheit vergessen und verborgen ist, ist sie nie vollkommen ausgelöscht. Sie ist und war immer da, weil der Schöpfer uns von Anfang an so wollte, wie wir sind. Jesus spricht zu dir:

„Komm, meine Schöne, zeig dich!“

Du und ich können uns immer wieder neu auf die Suche machen nach diesem Jesus, der uns so liebt: 

„Jesus, zeige mir deine Schönheit. Beschenke mich mit einer neuen, tiefen Begegnung mit dir.
Ich will so zu dir kommen, wie ich bin. Ich verstecke mich nicht mehr. 
Liebster Jesus, ich weiß, ich brauche mich nicht vor dir zu verbergen. Du siehst mich und kennst mich, auch die Schönheit und Würde, die du mir gegeben hast. Zeige mir, wie du mich wirklich siehst. Wo siehst du in mir Schönheit?“
Amen.“


1 Kommentar

Schönheit von Kopf bis Fuß - anmutig & frei · 21. Februar 2020 um 16:18

[…] Vergessene Schönheit – verborgene Schönheit […]

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