Mein neuer Name und was er mit Identität zu tun hat

von | 29. April 2022 | Identität entdecken |

Ich muss zugeben, dass ich schon nicht mehr daran geglaubt hatte, dass Gott auch mir einen neuen Namen zuspricht.

Wir hatten uns im anmutig & frei Team immer wieder darüber ausgetauscht. Einige haben Gottes Reden in ihrem Leben erfahren. Sie haben erlebt, wie Gott ihnen einen ganz besonderen Namen zugesprochen hat. Es war sehr bewegend mitzuerleben, was es mit ihnen gemacht hat:

Sie waren auf der Suche und offen für Gottes Reden in ihrem Leben. Sie haben die Ohren und Augen „ihres Herzens“  geöffnet. Sie fragten Jesus, beteten, suchten Ihn und die Sehnsucht nach Seiner Nähe und Seinem Reden wuchs. Sie wussten und hielten an der Überzeugung fest, dass Gott zu ihnen ganz persönlich und individuell sprechen kann. Vielleicht aber ganz anders als erwartet.

Und dann geschah etwas ganz Besonderes: Sie erhielten einen neuen Namen. Und jedes Mal war es anders. Durch diesen neuen Namen wurden sie zutiefst neu gestärkt und bestätigt in ihrem ganzen Sein.

Wenn Gott spricht, geschieht etwas Wunderbares!

Es verändert sich immer etwas! Manchmal kannst du es spüren, manchmal dauert es etwas, bevor du es wahrnehmen kannst. In dem Blogartikel „Wenn Gott spricht“ (…) kannst du gerne nachlesen, wie es sich anfühlen kann, wenn Gott spricht und was passiert.

Wie ich meinen neuen Namen bekommen habe

Bei mir hat es gefühlt eine Ewigkeit gedauert, bis ich endlich wahrgenommen habe, wie Gott mich noch nennt. Ich hatte ja Gott immer wieder um einen neuen Namen gebeten. Mein Gebet war immer wieder: „Vater, wie siehst du mich? Wie nennst du mich?“

In den letzten Jahren gab es viele Veränderungen in meinem Leben. Eine große Umstellung war im beruflichen Bereich: Nach einer längeren Pause hatte ich den Eindruck, dass ich in meinen alten Beruf zurückgehen soll.
Ich realisierte sehr schnell, dass es richtig war. Trotz großer Herausforderungen in der neuen Arbeit war ich nicht gestresst oder völlig erschöpft, eher  überrascht, dass ich es meistern konnte.
Mir wurde irgendwann klar, dass Gott mir wohl mit dieser neuen Arbeit ein Geschenk machen wollte.

Er schenkte mir etwas ganz Neues, was ich so nicht kannte: Eine Arbeit, in der ich respektiert und gesehen werde, sehr angenehme Arbeitskollegen, Spaß und ein angemessenes Gehalt!

Und dann nannte mich mein Chef irgendwann SUNNY! „Guten Morgen, Sunny! Wie geht es dir?“
Es kann sein, dass er mich öfters so angesprochen hatte, aber ich habe es nicht wirklich gehört.
Eines Tages benutzte er wieder diesen Namen SUNNY und ich hörte plötzlich, dass er mich so nannte. Ich hatte es davor irgendwie gehört und irgendwie auch nicht. Kennst du das? Jemand sagt etwas zu dir und du nimmst es gar nicht wahr, es ist nur ein weiteres Geräusch, eine Art Rauschen…

So war das bei mir. Aber an diesem Tag hielt ich inne. Wie kann mich jemand so nennen? Bin ich wie ein Sonnenschein?

Vielleicht habe ich all die Jahre eher anderen Stimmen als der des himmlischen Vaters zugehört und geglaubt, was sie sagten: „Du bist nicht genug, du musst anders sein, sei so, mache es anders, du bist so…, sei nicht so…“?
Negative Äußerungen und schmerzliche Erfahrungen speichern sich in unserem Gehirn viel leichter ab, das ist wohl so.
Irgendwann verdecken sozusagen die „anderen Stimmen“ unser eigentliches Ich und wir verlieren unsere wahre Identität.

Ich glaube, dass Gott, unser Schöpfer, der Einzige ist, der uns wirklich kennt. Er hat uns doch erschaffen! Und Er hat gute Gedanken über uns, bedingungslose Liebe und ein unendlich großes JA für dich und mich!

„Sunny, das ist der Name, den ich dir gebe!“ höre ich in mir klingen. Wow! Ich hatte nicht erwartet, dass Gott so zu mir spricht, nicht durch einen anderen Menschen, der mich gar nicht so gut kennt. Ich hatte gar nicht mehr über dieses Thema „Neuer Name“ nachgedacht. Und dann kam es von meinem Chef! Ich war sehr überrascht und merkte auf einmal, dass es mehr war als ein Spitzname im Vorbeigehen.

Ich fragte dann nach: „Warum nennst du mich so? Wie kommst du darauf, mir so einen Namen zu geben?“
Seine Antwort: „Du bist für uns hier in der Firma und für mich wie ein Sonnenschein. Du verbreitest gute Laune und bist gut drauf. Es macht Spaß, mit dir zusammenzuarbeiten.“

Und dann ging die Geschichte noch weiter… Ich besuchte meine Schwester und Nichte über Weihnachten und erzählte ihnen davon, wie mein Chef mich nennt. Sie spielten mir ein Lied auf YouTube vor mit dem Titel SUNNY (das Original, nicht das Cover von BoneyM :). Meine Nichte sang dann immer wieder meinen Namen und Tränen liefen mir runter… Tief in mir, in meinem Herzen, wurde jedes Mal etwas angerührt. Es ging hier mehr als nur um ein Wort, es „klopfte“ irgendwie an meine Identität an. Ich spürte, wie Gott mich mit diesem Namen ruft.

Während ich das hier schreibe, versuche ich Worte zu finden, die ausdrücken, was ich fühle: Es ist, wie wenn Gott mich in Seine Hände nimmt, mich vom Boden aufhebt, weg von der Erde. Er schaut mich liebevoll an. Und das „macht etwas mit mir“! Sein Blick und Seine liebevolle Aufmerksamkeit ermutigen mich in meinem ganzen Sein. Mein „Ich“ fühlt sich gesehen und geliebt. Er nennt mich Sunny!

Was passiert, wenn Gott zu dir spricht? Wie fühlt sich das an?

„Good Morning Flower“ Acryl- & Pastellkreide, by SuPa 2018

Dieses Bild erinnert mich daran, wie es sich anfühlt, wenn Gott meinen Namen ruft:

Ich fühle mich so, als würde gerade die Sonne aufgehen, Licht durchflutet mein Inneres, wie ein Aufblühen. Ein frischer Morgenduft, Hoffnung in meinem ganzen Leben breitet sich aus…

Und so ging es dann weiter:

An diesem Tag bei meiner Schwester und Nichte wurde der Song Sunny ein Ohrwurm und tönte noch lange nach. Als ich das Lied noch mal „laufen ließ“,  suchte ich noch weitere Informationen über den Sänger und Texter des Songs und stellte überrascht fest: das Entstehungsjahr des Songs Sunny ist mein Geburtsjahr! „Jetzt wird es echt krass“, dachte ich. „Gott, ich muss Dir wohl endlich glauben!“

Gottes Reden ist oft anders, als ich es erwarte. Mit dem Namen SUNNY habe ich angefangen, mich selbst als Sonnenschein zu sehen und mich auf das zu fokussieren, was Gott über mich denkt. Jedes Mal, wenn ich jetzt darüber nachdenke, fühle ich mich geliebt und angenommen wie ich bin! Ich springe innerlich regelrecht auf und freue mich einfach daran, dass Gott mich meint.

In dem folgenden Song gibt es sehr viele Beschreibungen, was passiert, wenn Gott spricht. Es berührt mich so sehr und es ist so wahr! Immer, wenn Gott spricht, geschieht etwas. Vor allem, wenn ER unseren Namen nennt oder sogar einen neuen Namen gibt! Die Sonne geht auf in meinem Herzen, ich werde in meinem ganzen Sein bestätigt. Der Schöpfer, der liebende Vater, nennt mich Sein!

In dem Song „Voice of God“ kann man den Liedtext, die Lyrics, mitlesen, es lohnt sich. Sehr bewegend!

Hier noch die anderen schönen Namensgeschichten, die wir schon veröffentlicht haben:

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